Dieser Sci-Fi-Film bei Amazon Prime rettet euren Samstagabend: Ein eiskaltes Meisterwerk

RoboCop ist eine Wucht von einem Film, wie sie selten zu finden ist. Auf den ersten Blick kommt der von Paul Verhoeven inszenierte Sci-Fi-Klassiker aus dem Jahr 1987 mit dem unverkennbaren Design seines Titelhelden daher. Unter der glatten Metalloberfläche verstecken sich jedoch ungemütliche Wahrheiten, die niemand hören will.
Gleichzeitig ist RoboCop ein äußerst unterhaltsamer Film, der als Mischung aus Sci-Fi-Film und Satire keine Gefangenen macht. Die Action ist unfassbar blutig, der Humor sehr böse und die erzählte Geschichte bis heute aktuell – wenn nicht sogar aktueller denn je. Bei Amazon Prime könnt ihr den Kracher aktuell im Abo streamen.
RoboCop bei Amazon Prime: Knallharte Sci-Fi-Action, die man so schnell nicht mehr vergisst
Willkommen im Detroit der nahen Zukunft. Von der einst blühenden Industriestadt ist nicht mehr viel übrig. Die Straßenzüge gleichen einer Brache aus Trostlosigkeit und Gewalt. Völlig überfordert navigiert die Polizei durch einen Sumpf aus Verbrechen. Doch ein Ende der Kriminalität ist nicht in Sicht. Etwas muss sich dringend ändern.
Da kommt der private Konzern OCP wie gerufen. Denn er hat den Prototyp eines Cyborg-Polizisten entwickelt. Auftritt: RoboCop. Die Mischung aus Mensch und Maschine bewegt sich unaufhaltsam durch jedes Feuergefecht und macht kurzen Prozess mit allem, was sich ihr in den Weg stellt. Der feuchte Traum des Faschismus.
Tief im Inneren dieses Ungetüms befinden sich die sterblichen Überreste des im Einsatz ermordeten Polizisten Alex Murphy. So lässt sich der RoboCop trotz abschreckender Statur geschickt verkaufen. Nach und nach beginnt Murphy allerdings, seine Rolle als Berserker-Cop infrage zu stellen und kämpft gegen seine "Programmierung" an.
- Zum Weiterlesen: Unterschätzter Spielberg-Blockbuster bei Amazon Prime
Perfekter Samstagabend-Blockbuster bei Amazon Prime: RoboCop gilt zu Recht als absoluter Klassiker
Verhoeven, der später ähnlich bissige Sci-Fi-Filme wie Total Recall und Starship Troopers ins Kino gebracht hat, zeigt sich bei RoboCop von seiner schonungslosesten Seite. Mitunter vergisst man, wie abgründig dieser Film wirklich ist, so selbstverständlich ist die Silhouette des futuristischen Gesetzeshüters in der Popkultur verankert.
RoboCop erweist sich als überaus ungemütlicher Streifzug durch eine dreckige Dystopie, in der ein Übel auf das andere folgt. Private Konzerne, die alles daran setzen, öffentliche Institutionen zu kontrollieren, sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Geschichte funktioniert ebenso als Kommentar zur Konsumgesellschaft und den Medien.
Militarisierung der Polizei und überhaupt: ein Freifahrtschein für Polizeigewalt unter dem Deckmantel der Rechtschaffung, während tief verwurzelte Probleme überhaupt nicht in Angriff genommen werden. Alles, was zählt, sind die Oberflächen. Kein Wunder, dass Murphys "Geist" einfach in einen funkelnden Metallkörper gesperrt wird.
- Auch bei Amazon Prime: Das Finale einer grandiosen Sci-Fi-Trilogie
Unglaublicher Spagat: RoboCop bereitet Bauchschmerzen und ist trotzdem extrem unterhaltsam
Genau hier entfaltet RoboCop seine spannendsten Facetten: Wenn das Verdrängte aus der Tiefe zurückkehrt und das Unterbewusstsein durch das perfekt konstruierte Getriebe dringt. Egal, wie unbequem RoboCop in diesen Momenten wird, Verhoeven versteht es wie kein anderer Regisseur, daraus eine spektakuläre Show zu machen.
RoboCop ist ein Balanceakt, bei dem einem eigentlich schwindlig werden sollte. Doch dann offenbart sich da auch ein kurzweiliger Action-Blockbuster mit raffinierten Effekten und hypnotisierenden Schauwerten. Auf diesem schmalen Grat bewegt sich Verhoeven am liebsten und genau das macht seine Filme bis heute so einnehmend.



